Frettchen-Impfstoff:
Wir informieren
Der Staupe-Impfstoff, der für Frettchen zugelassen ist, ist derzeit leider nicht verfügbar. Die Ständige Impfkommission (Stiko Vet) empfiehlt, die Frettchen mit 8 Wochen zu impfen, einen Booster in der 12. Woche und danach eine jährliche Wiederholungsimpfung. Alle Tierärzte in Deutschland – auch wir – haben also derzeit einen Behandlungsnotstand. Frettchen sind sehr empfänglich für das Staupe-Virus und können dadurch sehr schwer, ja lebensbedrohlich, erkranken, denn Staupe ist nicht heilbar. Deshalb wird diese Impfung dringend empfohlen, kann aber aus oben genannten Gründen weder beschafft noch gegeben werden. Infiziert werden können die Frettchen zum Beispiel über Hunde, aber auch, wenn die Viren ins Haus getragen werden – zum Beispiel über Schuhe.
Verfügbar ist der Impfstoff für Hunde. Die Ständige Impfkommission (Stiko Vet) empfiehlt allerdings nicht, den Hundeimpfstoff bei Frettchen zu verimpfen. Es gibt keine Studiengrundlage für die Wirksamkeit beim Einsatz für Frettchen. Hinzu kommt das Risiko der Unverträglichkeit einzelner Staupe-Hundeimpfstoffe bei Frettchen.
Berichtet wurde, dass Frettchen, die mehrfach mit dem Hundeimpfstoff geimpft wurden, unter schweren allergischen Reaktionen gelitten haben. Bei den wild lebenden Verwandten des Frettchens, dem Iltis, gab es zudem eine hohe Empfindlichkeit gegen den abgeschwächten Lebendimpfstoff, der bei Hunden eingesetzt wird.
Es ist also fraglich, ob eine Impfung mit dem Hundeimpfstoff beim Frettchen tatsächlich einen belastbaren Schutz gegen die Staupe-Infektion bietet und ob Nebenwirkungen auftreten.
Das sind die bisher bekannten Fakten, über die wir informieren möchten. Natürlich entscheidet jeder Frettchen-Halter selbst. Wenn Sie sich für eine Impfung mit dem Hunde-Impfstoff entscheiden, bitten wir Sie, das mit Ihrer Unterschrift zu bestätigen. Unser Info-Blatt mit dem Unterschriften-Feld finden Sie hier:



