Blaualgen-Warnung:
Wichtig zu wissen
Mitte August 2025: Badewarnung in der Lübecker Bucht im Bereich zwischen Grömitz und Niendorf. Der Grund: sehr viele Blaualgen, genau gesagt Cyanobakterien, in der Ostsee. Die Bakterien können verschiedene Giftstoffe produzieren (Cyanotoxine), und einige davon können für den Hund lebensbedrohlich oder tödlich sein. Ein Hund, der Kontakt mit Blaualgen hatte, muss deshalb sofort zum Tierarzt.
Immer wieder kommt es im Sommer zur Warnung vor Blaualgen in der Ostsee oder auch in Seen, Teichen und langsam fließenden Flüssen. Höhere Wassertemperaturen und Nährstoffe im Wasser begünstigen unter anderem die „Algenblüte“ und somit das Bakterienwachstum. Blaugrüne „Teppiche“ oder Schleier bilden sich auf der Oberfläche, werden oft ans Ufer gespült. Wie lange sich die Cyanobakterien im Wasser halten, kann nicht vorhergesagt werden, weil auch das von verschiedenen Faktoren abhängt.
Zwar ist die Mehrzahl der Blaualgen glücklicherweise nicht giftig, aber es lässt sich durch Augenschein nicht erkennen, ob Gefahr droht. Je nach Art des Giftes, das entstanden ist, besteht schon nach kurzer Zeit Lebensgefahr für den Hund, der dieses Gift aufgenommen hat.
Die ersten Maßnahmen, die Sie ergreifen sollten: Das Fell mit sauberem Süßwasser abspülen, verhindern, dass der Hund sich trocken leckt und unbedingt auf schnellstem Weg zum Tierarzt.
Microcystin ist eines der bekanntesten Gifte, die entstehen können. Es kann Leberversagen hervorrufen. Die ersten Symptome sind wahrscheinlich schwer zuzuordnen: Unter anderem Erbrechen, Durchfall, Gelbsucht (Ikterus). Atemnot, Krämpfe oder Schock können folgen. Die Aufnahme von Microcystin kann sehr schnell nach dem Kontakt zum Tod führen.
Anatoxine sind weiterer Giftstoffe. Es gibt zwei verschiedene Arten. Hier sind die Symptome meist Muskelzittern, Muskelkrämpfe, Lähmungen, bläuliche oder violette Schleimhäute, Durchfall, vermehrter Harnabsatz, starkes Speicheln und Tränenfluss, letzteres allerdings nur bei Anatoxin-as, einer der beiden Giftarten.
Lyngbya, Aplysia und Debromoaplysia sind die Giftstoffe, die von allen am wenigsten gefährlich sind. Dennoch muss auch diese Vergiftung behandelt werden. Dem Tier kann in der Regel gut geholfen und die Symptome heilen aus. Die Giftstoffe werden über die Haut aufgenommen und zeigen auch hier ihre Wirkung. Wir sehen Juckreiz, Hautrötungen, Blasenbildung und Hautentzündungen.
Ein Hund, der mit Blaualgen in Kontakt gekommen ist, muss immer und in jedem Fall so schnell wie möglich tierärztlich versorgt werden. Die Behandlung richtet sich Art des Giftstoffes, der Symptome, die der Hund zeigt und dem Zustand des Tieres.
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█ blau (keine Beeinträchtigung)
█ grün (geringe Beeinträchtigung)
█ gelb (Badewarnung)
█ rot (Badeverbot)



